Wahrnehmung und Empathie
Kein Zweifel: Die Virulenz des Themas »Natur« ist auch im aktuellen Kunstgeschehen und Kunstbetrieb bemerkenswert, ebenso die Polyvalenz ihrer Diskurse. Beispielhaft sei hier – aus naheliegenden Gründen – Wien genannt. Ob »Landschaft«, »Schöpfung« generell, die digitale Metaphorik der »Cloud«, »Naturmotivik« als konzeptuelle, intermediale Verfahrensweise und visuelle Rhetorik oder »Klima/Sintflut/Visionen« von Natur im Spannungsfeld von Naturwissenschaft und Kunst1, in aufschlussreicher Weise findet ein programmatischer Paradigmenwechsel statt, der sich durch die gegenwärtigen Erfahrungen mit Covid-19 noch intensivieren wird …